Das Niderfeld ist gemäss Zürcher Richtplan ein Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung und mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Baulandreserve. Es wird dereinst etwa 2’000 Personen Wohnraum und 3’000 Arbeitsplätze bieten. Im Jahr 2010 wurde die Einzonungsvorlage rechtskräftig. Kernelemente der neuen Zonen sind die Gestaltungsplanpflicht und die Vorgabe eines acht Hektaren grossen Stadtparks.

Im Frühjahr 2013 wurde ein städtebauliches Konzept erarbeitet, welches die Grundlage für die nachfolgenden Gestaltungs- und Quartierpläne bildet. An drei Workshops wurden die Arbeiten der drei Teams präsentiert, diskutiert und der Rahmen für die weitere Arbeit festgelegt. Bis Ende 2013 erarbeitet das begleitende Fachbüro eine Synthese aus den besten Konzeptelementen der drei Teams.

Der Masterplan fürs Niederfeld sieht neuen Stadtteil für Dietikon

Zwischen Dietikon und Spreitenbach erstreckt sich das letzte grosse Entwicklungsgebiet des Limmattals. 40 Hektaren umfasst das zum Teil immer noch landwirtschaftlich genutzte Niderfeld, das heute der Rangierbahnhof und zwei stark befahrene Durchgangsstrassen umschliessen. Nun erhält es ein neues Gesicht – Ein Masterplan wurde am 19. Mai 2015 veröffentlicht. Ein Stadtquartier soll geschaffen werden. Kernstück des neuen Quartiers ist die Parkanlage, um die sich sämtliche Baufelder anordnen. Entstehen soll so ein möglichst vielfältiges Quartier, in dem dereinst sogar eine Seilbahn Passagiere zwischen der Limmattalbahn-Haltestelle und einer möglichen S-Bahn-Station Silbern auf der anderen Seite der Gleise befördern könnte. Innerhalb des neuen Quartiers sind verschiedene Nutzungsformen vorgesehen, die sich auf unterschiedliche Teilgebiete verteilen. Im Westen des Planungsperimeters ist das Arbeitsplatzgebiet geplant. Für ein Logistikcenter der Dietiker Firma Planzer ist im Nordwesten ein Baufeld vorgesehen. Im Süden, entlang der Überlandstrasse, ist eine Mischnutzung aus Dienstleistungsbetrieben in den Erdgeschossen und Wohnungen vorgesehen. Die reinen Wohnlagen befinden sich am Nord- und Westrand des Parks. Sie sind vor allem für Familien gedacht. Im Norden, entlang des Gleisfeldes, ist weiterer Wohnraum, allenfalls gemischt mit Büros, vorgesehen. Am Parksüdrand, entlang des Trassees der Limmattalbahn, ist ebenfalls ein gemischt genutztes Quartier vorgesehen. Zudem sind im Masterplan zwei mögliche Schulstandorte aufgezeigt: eines im Süden, im Übergang zum Gewerbegebiet, das andere im Osten gegenüber dem Wohngebiet Gjuch. Letzteres wird wohl im Gestaltungsplan aufgenommen.  Für die Stadt ist es wichtig, dass sich das Niderfeld als eigenständiges Quartier positioniert. Im Jahre 2022 sollen die Bagger auffahren.

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